Das Säure-Basen-Gleichgewicht gehört zu den Grundsäulen einer langfristigen Gesundheit! Azidose (Übersäuerung) ist zu einer Volkskrankheit geworden. Typische Säurekrankheiten, wie Diabetes, Gicht, Rheuma und Krebs greifen um sich. Aber auch die Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden durch die kristallinen Ablagerungen in den Gefäßen gefördert.

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Es sind die modernen Ernährungsgewohnheiten und die heutige Lebensweise, welche das Säure-Basen-Gleichgewicht stören und immer häufiger eine Übersäuerung unseres Organismus bewirken.

Dabei spielt auch die Entmineralisierung des Körpers eine beachtliche Rolle. Denn fehlen ihm die sogenannten Puffer wie Magnesium, Calcium, Kalium, Natrium, Eisen, Mangan usw. so können die Säuren nicht genügend neutralisiert werden. Die Ablagerungen der Säuren nehmen mit der Zeit ihren krankhaften Verlauf und vermindern damit die Lebensqualität.

Folgende typische Beschwerden treten bei einem übersäuerten Organismus auf. Es ist festzuhalten, dass nicht nur eine Übersäuerung als auslösender Faktor in Frage kommt. Eine gesundheitliche Störung kann die verschiedensten Ursachen haben. Zahnfleischblutungen zum Beispiel können sowohl aufgrund eines Vitamin CMangels wie auch schlechter Mundhygiene oder einer Zahnfleischerkrankung entstehen die ihrerseits möglicherweise auf einem Säureüberschuss beruht.

 

Wir führen unserem Körper zu viele Nahrungsmittel zu, die sich während des komplexen Prozesses des Stoffwechsels in Säuren verwandeln und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Säuren und Basen zunichte machen. Gesundheitlichen Störungen, die meistens auf eine Übersäuerung zurückzuführen sind:

 

Allgemeinbefinden Knochen und Gelenke Haut
Energiemangel ständige Müdigkeit verminderte Aktivität körperliche Antriebsschwäche rasche Ermüdbarkeit übermäßig lange Erholungsphase nach einer Anstrengung schwere Glieder häufiges, starkes Herzklopfen plötzliche Schwäche nach dem Verzehr saurer Speisen. Tiefere Körpertemperatur intensives Kältegefühl im Körperinneren Kälteempfindlichkeit. Verlust an spezifischem Gewicht aufgrund eines niedrigen Calciumgehaltes der Knochen. Erhöhte Infektionsanfälligkeit aufgrund geringer Widerstandskraft Abbau von Mineralstoffen im Skelett: Osteoporose Osteomalazie (Knochenerweichung) Rachitis. Wiederholte Knochenbrüche (Schenkelhalsbruch...) verzögerte Heilungstendenz nach Brüchen. Gelenkknacken überdehnte Bänder Wirbelblockierungen Rheuma Arthrose Arthritis Ischias Wirbelverschiebung Bandscheibenvorfall usw. Entzündungen und Sklerose von Gelenkbändern. Wandernde Gelenkschmerzen Übersäuerter Schweiß trockene Haut Rötungen an stark schwitzenden Hautstellen (Hautfalten, Gürtelregion, unter Uhrarmband und Ringen, die übrigens schwarz anlaufen) oder rund um die Körperöffnungen (Augen, Mund, Anus, Scham). Rissige Haut zwischen den Fingern und am Nagelbett. Pilzerkrankungen Nesselfieber Juckreiz und Hautausschläge Pickel verschiedenen Ekzeme
     
Mund Zähne Atemwege
Saurer Speichel Zahnfleischschwund entzündetes, empfindliches Zahnfleisch Aphten Hautrisse im Mundwinkel Reizung von Mandeln und Rachen, die zu wiederholten Entzündungen der entsprechenden Schleimhaut führen Empfindliche Reaktion der Zähne auf kalte, heiße und saure Speisen. Zahnkaries Zahnzerfall wandernde Zahnneuralgien. Säure greift die Zähne von außen (über saure Speisen und sauren Speichel) und von innen (übersäuertes Blut) an Tropfende Nase überempfindliche Reaktion der Atemwege auf Kälte häufige Erkältungen und Bronchitiden Nebenhöhlenentzündungen Angina vergrößerte Mandeln Polypen Allergien rauer Hals und Reizhusten
     
Darm Nieren & Blase Magen
Darmkrämpfe bei plötzlicher Freisetzung von Säuren Brennen beim Stuhlgang Neigung zu Darminfektionen Entfärbung des Stuhls infolge Leberschwäche Übersäuerter Urin Reizungen und Brennen in Blase und Harnröhre übermäßig große Harnmenge infolge einer Nierenschwäche Nieren und Blasensteine Überproduktion an Magensäure saures Aufstoßen Magenkrämpfe und Magenschmerzen Magenschleimhautentzündung Magengeschwür
     
Nervensystem Nägel Muskeln
Erhöhte Schmerzempfindlichkeit hartnäckige oder wandernde Neuralgien Schlaflosigkeit Die Nägel werden dünner und weicher, sie spalten leicht und brechen ab. Rillen und weiße Flecken Krämpfe und Spasmen Neigung zu Lumbago (Hexenschuss) und Torticollis (steifer Hals)
     
Geschlechtsorgane Blutkreislauf Endokrine Drüsen
Entzündungen der Geschlechtsorgane (Juckreiz, Rötungen, Entzündungen von Gebärmutter und Scham) Zu niedriger Blutdruck schlechte Blutzirkulation Kälteempfindlichkeit. Neigung zu Blutarmut und Blutungen Frostbeulen Verminderte Produktion und Sekretion der Drüsen im allgemeinen Überfunktion der Schilddrüse
     
Gemütsverfassung Kopf  
Antriebsschwäche Mangel an Schwung und Lebensfreude. Traurigkeit trübe Gedanken depressive Verstimmungen. Reizbarkeit nervlich geringe Belastbarkeit. Nervosität innere Unruhe Überempfindlichkeit. Schreckhaftigkeit Sehr blasse Gesichtsfarbe (aufgrund zusammengezogener Kapillaren) Kopfschmerzen tränende, empfindliche Augen Bindehautentzündung Hornhautentzündung Lidrandenentzündung. Haarausfall  

 

Säure Basen Haushalt

Überblick, wie die Speisen auf unseren Stoffwechsel reagieren. Dabei können wir die Lebensmittel in drei Gruppen aufteilen:

1. Säurebildende Speisen
2. Saure Speisen
3. Basenbildende Speisen

Säurebildende Speisen enthalten ursprünglich keine Säure, produzieren jedoch im Verlauf des Verdauungsprozesses und bei ihrer Aufnahme und Weiterverwendung durch die Zellen saure Substanzen. Diese Säureproduktion ist also ein natürlicher, unvermeidlicher Vorgang, der sowohl bei säureempfindlichen wie bei diesbezüglich unempfindlichen Menschen stattfindet.

Saure Speisen wirken säure oder basenbildend, je nachdem, wie der Stoffwechsel der betreffenden Person funktioniert. Empfindliche Menschen müssen mit dieser Produktkategorie besonders sorgsam umgehen, da sie bei ihnen stets zur Säurebildung führt. Mit Ausnahme von Früchten sind die sauren Nahrungsmittel im Unterschied zu den säurebildenden für den Körper kein Muss. Der weitgehende oder vollständige Verzicht auf saure Speisen ist deshalb nicht nur notwendig, sondern auch durchführbar.

Basenbildende Speisen sind reich an Basen und enthalten sehr wenig oder gar keine Säure. Sie produzieren auch bei der Umwandlung und Weiterverwendung durch den Körper keine Säuren, so dass sie in jedem Milieu Basen bilden. Diese Eigenschaft kommt allen zugute und entfaltet sich sowohl in einem intakten wie in einem gestörten Säurestoffwechsel. Personen, die unter Übersäuerung leiden, müssen sich vor allem an diese Kategorie Lebensmittel halte.

 

Säure Basen Gleichgewicht - Übersicht der Lebensmittel in die drei Gruppen:

 

Die Speisen und Getränke, die wir zu uns nehmen, regulieren die Körpersäfte und korrigieren einander gegenseitig, sagte Hippokrates. Verzehren wir bei derselben Mahlzeit säure- und basenbildende Lebensmittel, können die Basen der einen die Säuren der anderen neutralisieren, ohne dass auf die Körperreserven zurückgegriffen werden muss.

 

1. Säurebildende Speisen 2. Saure Speisen 3. Basenbildende Speisen
Fleisch, Geflügel, Wurstwaren, Fleischextrakt, Fisch Mehrere Stunden alte Molke (Joghurt, Sauermilch, Kefir, Weißkäse usw.) Kartoffeln
Erdnussöl sowie gehärtete oder raffinierte pflanzliche Öle Unreife Früchte (je unreifer die Frucht, desto saurer ist sie) grünes Gemüse, gekocht und roh: Blattsalat, Lattich. grüne Bohnen, Kohl usw
Käse (rezente Sorten produzieren mehr Säure als milde) saure Früchte wie Beeren: Stachelbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren farbiges Gemüse: Karotten, rote Bete, usw. (ausgenommen Tomaten)
Milchprodukte mit einem hohen Molkenanteil: Joghurt, Sauermilch, Weißkäse, Kefir usw Zitrusfrüchte: Zitronen, Mandarinen, Grapefruits, Orangen Milch, Milchpulver, gut abgetropfter Quark, Sahne
tierisches Fett (gesättigte Fettsäuren) Bestimmte Sorten Äpfel (Glockenäpfel), Kirschen, Zwetschgen, Aprikosen usw frische Molke (nicht älter als 2 Stunden)
Eier ein Übermaß an süßen Früchten aus frischer Molke hergestelltes Molkenpulver
Getreide, auch Vollkorngetreide: Weizen, Hafer, usw., vor allem Hirse saures Gemüse: Tomaten, Rhabarber, Sauerampfer, Kresse Bananen
Brot, Teigwaren, Flocken und andere Nahrungsmittel auf Getreidebasis Sauerkraut Mandeln, Paranuss
Hülsenfrüchte, Erdnüsse, Sojabohnen usw Fruchtsäfte, vor allem Zitronensaft Kastanie
raffinierter weißer Zucker industriell hergestellte, gesüßte Getränke Dörrfrüchte in kleinen Mengen
Süßigkeiten: Sirup, Konfekt, Schokolade, Bonbons, Konfitüre, kandierte Früchte, usw Honig basisches Mineralwasser
Ölfrüchte: Walnuss, Haselnuss usw. (ausgenommen Mandeln) Essig Getränke auf Basis von Mandeln
Kaffee, Tee, Kakao, Wein, Bier