Seit der Industrialisierung anfangs des letzten Jahrhundert begann man verstärkt synthetische Stoffe in die Nahrungskette einzubauen.


Was mit Aromastoffen und Geschmacksverstärkern startete, endet heute in einer unüberschaubaren Anzahl von E-Nummern, die zu entschlüsseln nur in einem Nachschlagewerk möglich ist. Was sich hinter diesen Zahlen verbirgt, sind meist unappetitliche Zutaten, die längerfristig eingenommen, den Organismus belasten. Mit zunehmenden Krankheiten erkennt der Mensch die Notwendigkeit der Rückkehr zu einer möglichst natürlichen Ernährung. Was wäre diesbezüglich zu beachten?

Grundlegend sollte der Mensch aus der eigenen Empfindung heraus zwischen den verschiedenen Lebensmitteln wählen. Bestimmte Richtlinien können bei Krankheiten eingesetzt werden, um einen Ausgleich wiederherzustellen. Eine Diät stellt also eigentlich eine Ausnahme dar.

Gerade in der heutigen Zeit, finden wir zu jeder Lebensfrage und so auch zur Ernährung eine Vielfalt von Antworten.


Hier Trennkost, dort Makrobiotik um nur zwei Beispiele zu erwähnen und die babylonische Ernährungsverwirrung ist perfekt. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass jeder Mensch eine Welt für sich ist und die jeweilige Stimmungslage oder Gemütsverfassung auch entscheidende Faktoren für den Stoffwechsel sind. So kann es gar nicht eine allgemeingültige Ernährungsweise für alle Menschen geben. Vielmehr ist jeder aufgefordert in sich zu hören, um nach und nach wieder die Sprache seines eigenen Körpers zu verstehen und mutig seinen eigenen Weg zu gehen, denn was dem einen nützt, kann dem anderen schaden.

Bei Krankheit kann man sich zusätzlich den persönlichen Rat bei einem Berater oder in diversen Büchern holen. Aber auch dann sollte man auf die eigene Empfindung hören. Folgende Hinweise dienen nur als Anregung und sind wie vorhin erwähnt nicht allgemeingültig. Sie können jedoch bei Bedarf herangezogen werden.

  • Gut gekaut ist halb verdaut. Je besser wir jeden Bissen in Ruhe und gut gekaut verarbeiten, desto zufriedener wird sich der Magen bei uns bedanken. Auch ein Überessen stört unseren Stoffwechsel und sollte aus Vernunft heraus nicht betrieben werden.
  • Die Nahrungsaufnahme kann 3-5 mal täglich in größere und kleinere Mahlzeiten aufgeteilt werden. Abends sollte generell nicht zu spät und zu viel gegessen werden. Kohlenhydrate sind einer eiweißreichen Abendmahlzeit vorzuziehen. Rohes Obst und Gemüse brauchen von ihrer Gärungs- Verdauungszeit eine bestimmte Länge um verarbeitet zu werden und belasten abends eingenommen unnötig die Leber.
  • Je nach Körpergewicht sollte der Mensch 1,5 - 3 Liter reines, stilles Wasser täglich trinken. In der Zeit zwischen 15 Uhr und 19 Uhr also in der Blasen- Nierenzeit (laut Organuhr) wirkt sich die Wasseraufnahme am besten aus. Nach 19 Uhr erholt sich die Niere von ihrer Haupttätigkeit und sollte nicht unnötig mit Flüssigkeitszufuhr belastet werden. Dies klingt nun theoretisch, kann aber im Praktischen sehr nützlich sein. Tees, Säfte, Bier , Wein, Limonaden etc. ersetzen nicht die Wasseraufnahme, im Gegenteil, diese Art von Getränken entziehen meist dem Körper Flüssigkeit und der Organismus ist damit noch mehr unterversorgt.
  • Generell sollten Lebensmittel aus der näheren Umgebung besorgt werden. Natürlich darf als Erfrischung oder Abwechslung einmal z.B. eine Ananas genossen werden. Bei Zitrusfrüchten muss man bedenken, dass sie die eigene Körpertemperatur senken und man anfälliger für Krankheiten wieder ist. Hat man überschüssige Hitze im Blut, so machen einem die Zitrussäfte vielleicht weniger zu schaffen.
  • *Ein zusätzlicher wichtiger Aspekt ist der biologische Landbau. Es werden grundlegend keine chemischen Spritzmittel oder Kunstdünger eingesetzt. Eine weitere Verarbeitung der Lebensmittel erfolgt ohne chemische Zusatzstoffen, z.B. werden Trockenfrüchte nicht geschwefelt wie bei herkömmlichen Anbietern.
  • Vollwertige Lebensmittel, die noch reich an Vitalstoffen sind, versorgen unseren Organismus mit wichtigen Elementen. Naturprodukte sind also vorzuziehen.
  • Mit welchen Fetten kochen wir täglich? Auch dies ist eine wesentliche Frage, der man zu wenig Beachtung schenkt. Am besten eignet sich kaltgepresstes Olivenöl, das man ohne weiteres bis 180 C erhitzen darf ohne dass es für den Stoffwechsel belastend wirkt.